Sonntag, 11. März 2018

Gehäkeltes: Eine Wollmütze

...in perfektem Grün.


 

Der Schlussverkauf von Karstadt vermochte mir zu zwei Knäueln schönster waldgrüner Wolle zu verhelfen, dich in allergrößter Friemelei die Mütze ergaben, die ich im Sinn hatte. Nicht mal zehn Zentimeter Faden blieben übrig. Auch diese Mütze ist gehäkelt. Ich habe ein Rippenmuster improvisiert, das sich vorne und hinten etwas verjüngt, damit sie schön am Kopf sitzt und nicht rutscht. Hinten ist sie mit einem Faden zusammengezogen.

Samstag, 24. Februar 2018

Larpausstattung: Eine Larp-Truhe gestalten

Die Verpflegung ansehnlich unterzubringen war diesmal mein vorrangiges Ziel.



Was habe ich gebraucht?
- Eine 08/15 Holztruhe mit Deckel
- Wachslasur, farbig
- Metallbeschläge
  z.B. Ziernägel, Metallecken, Schließe, Knauf
- Ein Lederriemen (alter Gürtel oder Sattelriemen)
- evt. eine helfende Hand

Werkzeug
- Pinsel für die Lasur
- Maßband
- Akkuschrauber
- Dremel
- Hammer
- Lochzange
- Feile
- Sekundenkleber
- < 5mm Schrauben/ Nägel

Zunächst habe ich an zwei Tagen die Truhe mit der Wachslasur gestrichen (für Schutz und Schönheit). Die Oberfläche kann man danach mit feinstem Schleifpapier nochmal polieren, diesen Schritt habe ich mir hier allerdings gespart, da mir das Ergebnis gut genug erschien.



Danach gehts ans Fertiggestalten der Kiste. Ich habe die Schaniere gegen stabilere getauscht, Metallecken angebracht und Ziernägel eingeschlagen. Als Verschluss dient ein Lederriemen, der mit einem Riegel in Position gehalten wird. Die Aussparung für den Riegel (bzw. die Falle) habe ich mit der Lochzang in das Leder gestanzt, mit einer kleinen Feile in Form gefeilt und die Kanten geglättet.
Den Riegel und den Lederriemen kann man nun mit (Zier-)Nägeln an der Truhe befestigen. Ich musste die Nägel teilweise mit Sekundenkleber preparieren, damit sie halten. Je nach Stärke und Art des Holzes kann das aber variieren. Schrauben wären hier definitiv von Vorteil gewesen. Den Riegel habe ich schlussendlich noch mit ein paar Zierbeschlägen verschönert und vorne einen Knauf angebracht (dessen Schraube auch zu lang war und mit dem Dremel gekürzt werden musste).

Zum Schluss hat meine helfende Hand die zu langen Nagelenden mit dem Dremel abgeschliffen.

Das wärs! (Erstmal) natürlich kann man das Innenleben oder auch die Innenseite des Deckels noch beliebig aufmotzen, mit Fächern, Schlaufen, Haken. Das hängt natürlich auch vom gewünschten Einsatzzweck ab.

Alles in allem gar nicht schwierig und an insgesamt drei Nachmittagen war die Kiste fertig.

Freitag, 1. Juli 2016

Genähtes: Ein Rundbeutel...

...mit Ethnomuster.



Das Ethnomuster wird ja mittlerweile schon länger durch den Fleischwolf gedreht. Und trotzdem haftet ihm immer noch hartnäckig die Idee von Ungebundenheit, Individualität, Hippietum und Unterwegssein an. Erdverbundenheit und Spiritualität, zwei gegensätzliche Eigenschaften, die sich dazu noch in etwas so oberflächlichen, wie einem Modestil wiederfinden.


Der Stoffcoupon mit Ethnomuster, den ich an einem Stand erblickt hatte, war Projekt No 1 auf meiner Abarbeitungsliste. Einfache Formen. Überschaubares Zeitinvestment und Taschen..., naja ihr wisst schon.


Die Größe hat sich bei mir nach der vorhandenen Stoffmenge gerichtet, wobei ich den Coupon einmal längs halbiert habe, sodass ich theoretisch noch einen zweiten Beutel daraus nähen könnte. Als schwarzen Kontraststoff habe ich schwarzen Leinenstoff vom Möbelschweden benutzt, da ich davon noch eine Menge vorrätig habe. Falls man dafür aber extra auf die Jagt geht, würde ich ein festeren und stabileren Stoff wählen. Ich habe alle Leinenteile des Außenbeutels einmal mit etwas festerer Vlieseline verstärkt. Das Futter ist unverstärkt verarbeitet.


Schnittteile: 
Leinenstoff
- Boden 2x (1mal verstärkt)
- Oberer Rand 2x mal verstärkt
- Unterer Rand 2x (1mal verstärkt)
- Innenbeutel
- Innentasche
- Trageriemen
Ethnostoff
- Mittelteil 1x
Zubehör
- Ringnieten
- Karabiner
- Kordel
- Verstelldings


Sonntag, 12. Juni 2016

Larpausstattung: Ein kleiner Beutelbaukasten

Ich habe mir ein paar Gedanken gemacht, was man sich so alles erbasteln kann, um seinen Charakter passend auszustaffieren oder auch seine Umgebung und allzu neumodern anmutende Sachen aufzuhübschen oder zu tarnen.

Den Anfang macht etwas, das jeder braucht, von dem man (und Frau erstmal) nie genug haben und dessen Größe, Aussehen und Design man mit wenig Aufwand und Material immer neu ertüfteln kann:

- Der Beutel -

Wofür will ich den Beutel verwenden?

Wenn man schon selbernäht, kann man sich schon mal ein paar Gedanken dazu machen, welche Größe, Form und welchen Verschluss der Beutel haben soll, damit man ihn gerne benutzt. Was muss reinpassen? Ist der Inhalt zerbrechlich (Trankfläschchen, Schreibfedern, Tintenfläschchen, Siegelwachs, Kreide)? Darf er geknautscht und geknickt werden (Papier, Dokumente, Ritualbedarf)? Wie schnell muss ich im Zweifelsfall an den Inhalt? Wie fest muss der Beutel verschlossen werden (so das keine Kleinteile verloren gehen)?

Ich will eine(n)...

- Flachbeutel mit
* ohne Alles
* Abnähern
* Zieharmonikaboden
* Fächern
* Klappe
- Kreisbeutel
- Beutel mit Rundboden
- Geldkatze

...ich will ihn...

- einfarbig
- mehrfarbig (z.B. Mi-Parti)
- ungefüttert
- gefüttert

...verschließbar durch...

- Zugband durch
* Tunnelzug
* Ösen
- Stoffschieber
- Holzperlen
- Lasche/Klappe mit (Druck-)Knopf

...befestigt mit...

- Schlaufen
* angeknotet
* angenäht
* angenietet
* lose

...verziert mit...

- ohne alles
- Zierstich (Nähmaschine)
- Stickerei (Hand)
- Borte
- Perlen
- Troddeln
- Lochmuster
- Wappen
- Initialen
- Farbe
- Stempel

 Zugbänder und sonstiges Verschlusswerk

- Lederschnur oder dessen Imitat
- Kordel
- geknüpftes Band (na, wer kann noch Freundschaftsbänder?)
- selbstgenähtes Band
- Zierband / Borte
- Schnürsenkel (ja nu...)
- Paketschnur
- Bast
- Knöpfe
- (Holz-)perlen als Stopper
- Strandgut (z.B. Steine mit Löchern, Muscheln mit ebensolchen, Treibholz als Knebelknöpfe verarbeitet)

Stoffwahl

- Riskiert einen Blick in eure Restekiste, auch in die eurer einschlägigen Stoffdealer
- Canvas und andere feste Stoffe mit "Stand" geben einen schönen Faltenwurf z.B. bei Rundbeuteln, müssen nicht zwangsläufig gefüttert werden und sind dazu strapazierfähig
- Leinen, Baumwolle und Mischgewebe, Stoffe mit unregelmäßiger Oberfläche und Struktur wirken meistens"zeitgemäßer"
- Wollstoffe
- Bezugs-, Möbel- und Gardinenstoffe (für das Edelvolk oder Wesen, die auch in anderen Spähren wandeln)
- Leder oder dessen Imitat

Der Stoff sieht zu neu aus?

- Schmirgelpapier wirkt Wunder oder was sonst noch da ist, um dem schönen neuen Stoff zu Leibe zu rücken
- schwarzer Tee färbt antik
- für einen Feldscher ist die Flasche Rotwein möglicherweise eine gute Wahl um das Outfit aufzupeppen
- auch Dreck in seiner reinsten Form soll Wunder wirken (z.B. Blumenerde)
- und schließlich mag auch der bedachtsame (!) Umgang mit dem Feuerzeug helfen

Man kann Beutel auch häkeln, stricken oder filzen. Was gibts noch für Möglickeiten, was könnte man noch hinzufügen?