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Donnerstag, 10. März 2016

Genähtes: Neuer Mitbewohner - Plushie

...Spuk fürs Wohnzimmer.


Ich habe in letzer Zeit einfach zu viele Diy-Videos geguckt. Ihr könnt hier sehen was dabei rauskommt. Punkte, Schleife, Augen. Ja es hat ein Gesicht. Und ich habe immer noch so viel Füllwatte über, die viel zu viel Platz in meiner Nähecke verbraucht! Was lässt sich denn noch damit anfangen?! Und warum sind all die nützlichen Sachen immer/ meistens viel komplizierter/ zeitaufwändiger/ materialintensiver? x)
Hier kann man einfach seinem Bleistift freien Lauf lassen und Braucht lediglich einen schönen Stoffrest, Füllwatte (oder die Füllung von einem alten Kissen) und Sachen zum aufhübschen. Natürlich könnte man auch noch viel monströsere Sachen zaubern.


Dieses Geister-Plushie bewacht jetzt unser Sofa, wenn wir nicht da sind damit niemand anders sich darauf breit machen kann und greift auf Zuruf jeden an, der einem dem Platz auf dem Sofa streitig machen will. Also doch eine enorm praktische Sache.

Sonntag, 7. Februar 2016

Genähtes: Fernwehkissen


Eins meiner Weihnachtsgeschenke bestand aus einem original neuseeländischem Stück Stoff (Pukekos! Aww!! *-*) Nun dient mir ein Teil davon als farbklecks und Kuschelfaktorpotenzierer auf dem Sofa. :)


An Kissenbezügen kann man sich schön austoben. Knopflöcher (oder Reißverschlüsse) üben, Patchwork ausprobieren, Zierstichübungsobjekt, das alles lässt sich relativ gefahrlos in Angriff nehmen. Man kann natürlich auch einfach faul sein, so wie ich. Und weil man keine unverschämten Mengen davon braucht, kann man auch bei dem teuren Stoff, um denn man schon so lange rumgeiert zugreifen und so sein Wohnzimmer aufhübschen.
 

Sonntag, 20. Dezember 2015

Gebastelt: Filzweihnachtskugeln

...o (-hne) Tannenbaum!


Wer nicht noch nicht genug von Weihnachtsbastelei hat, kann sich hier von einem platzsparenden, günstigen und resteverwertungsfreundlichen DIY inspieren lassen. Wer sich fragt, was er mit dem Paket Bastelfilz, was er vor Jahren mal gekauft hat, aber nur zwei Farben daraus gebraucht hat, noch so anfangen kann, ist hier richtig. ;)


Gebraucht habe ich:
*Bastelfilz, verschiedene Farben
*Schere und Stift zum übertragen
*Bastel- oder Stoffkleber
*Selbstgezeichnete Schablonen oder Vorlagen aus dem Internet
*Perlen (optional), Nadel und Faden zum annähen
*Lochzange oder Nietenzange für die Punkte (optional)


Ich habe mir zunächst (faul wie ich bin) ein paar Vorlagen aus dem Internet (z.B. hier von Mollie Makes) ausgedruckt und ausgeschnitten, danach auf den Filz übertragen und ebenfalls ausgeschnitten. Dann mit so wenig wie möglich Bastelkleber (damit sich der Kleber nicht auf der Vorderseite durchdrückt) die einzelnen Teile aufgeklebt und zum Schluss mit den Perlen bestickt.


Wer mag, kann die fertigen Kugeln einfach an der Wand mit ein paar Stecknadeln verteilen oder an Paketschnur "auffädeln" und als Girlande verwenden.

Sonntag, 12. Juli 2015

Verdunkelungstaktik

...oder ein Raffrollo upcyceln...


Einer meiner vergangenen Stoffmarktbesuche brachte mir diesen Jacquardstoff mit 68ger Muster ein. Auf Beigefarbenem Grund tummeln sich jede Menge Anspielungen in Form von Kultobjekten, Textzeilen und Schlagworten aus der damaligen Zeit und heute immer noch den Duft von Gras, Freiheit, Rebellion, Selbsterfahrung und -verwirklichung und Barfusssein mit sich tragen.

Bruchstücke aus den 60er und 70er haben in meinem Herzen so viel mehr Platz als alle Jahrzehnte die danach folgen bis heute gerechnet. Spontan fällt mir traurigerweise auch nichts ein, was ich annähernd mit so viel Begeisterung und Wärme betrachte. Ich werfe alten VW-Bussen auf der Straße sehnsuchtsvolle Blicke und meinem Gegenüber kindliche "O-guck-mal!"-s zu. Das passiert mir nicht bei einem VW-Golf. Oder allein der Plattenspieler. Die Hebel, Schalter und Drehknöpfe für Geschwindigkeit, Absenken und Feinjustierung. Der Geruch der alten Platten, das Durchstöbern, finden und Auspacken, das schwarzglänzende Vinyl und die Rillen, das Geräusch der Nadel beim Auflegen und schließlich dieser besondere Sound, der digital bestenfalls imitiert wirkt. Und die Musik? Beatles, Stones, Jethro Tull, Doors, Hendrixs, Musik, die meine Energiereserven auffüllt, mich zum tanzen bringt und an andere Orte transportiert anstatt mich zu berieseln und abzustumpfen.

Und heute? Computer und Smartphones vermitteln mir doch eher den Eindruck mein Leben in sklavisch getakteter Existenz zu fristen. Gibt es sonst noch etwas, was die letzten Jahrzehnte so geprägt hat, woran man sich in fünfzig Jahren noch mit glänzenden Augen erinnert und was man dann vielleicht sogar noch immer genießt?


Aber nun zum Wesentlichen zurück, demm Raffrollo. ^^ Der Stoff war erstmal gekauft, auch wenn seine Bestimmung noch ein wenig verhüllt vor mir lag. Eine Strandttasche? Eine Wandaufbewarung? Ein Teppich? Dan ließ meine bessere Hälfte anklingen, dass das alte Raffrollo doch der Lichtzufuhr am Wochenende beim Ausschlafen nicht wirklich gewachsen sei und dadurch der männliche Schlummer von Zeit zu Zeit leide. Hm. Das ist natürlich übel und muss geändert werden. Nun verhält es sich aber so, dass mich Verdunkelungsrollos mein Zeitgefühl dermaßen beeinträchtigen, dass es mir kein Lösung schien, ein solches an die Wand zu bringen.

Gut, dann also der Jacquardstoff, von dem ich natürlich zu wenig gekauft hatte, um das ganze wirklich professionell aussehen zu lassen. Aber das Ergebnis freut mich trotzdem.

Denn Stoff habe ich auf Rollobreite plus Nahtzugabe zugeschnitten, einmal mit der Maschine rundum gesäumt und mit je drei Druckknöpfen an jedem Querstreben befestigt. So kann man den Stoff wieder abnehmen, wenn man ihn mal Waschen möchte oder sich satt gesehen hat an dem Muster.
Auch wenn es sich um einen hellen Stoff handelt, schluckt es doch ziemlich viel Licht, grade so, dass man bequem am Wochenende auch mal ausschlafen kann und trotzdem eine Ahnung von Tageszeit und Wetterlage hat, damit man nicht den ganzen Tag vertüdelt.

Sonntag, 26. April 2015

Stickrahmenaufbewahrung für Schmuck

 ...und ne hübsche Wanddeko.

 

Diese Idee ist nicht neu, dafür finde ich sie so schön, dass es mal Zeit wurde für meine eigene Stickrahmenbastelaktion.

Ich habe mich für gröberes schwarzes Leinen entschieden (Ikea) und Trägerband, beides aus meiner Fundgrube. ;) Ich habe mir einen klaren schlichten Untergrund gewünscht, damit der Schmuck darauf gut zur Geltung kommt, außerdem gibt der Leinenstoff und das altweiße Baumwollträgerband dem ganzen eine zeitlose Optik (man merkt ich bin ziemlich angetan von meinem neuen Werk :-)

Es eignen sich vor allem durchlässige Stoffe wie Spitze, Tüll oder eben lockerer oder grober gewebte Stoffe damit man die Ohrringe auch gewaltfrei befestigen kann, sowie jede Art von nicht elastischem Band. Da man nicht viel Stoff braucht (je nach Größe des Stickrahmens ca. 30 x 30 cm) eignet sich dieses Teil auch hervorragend zum Reste verwerten.

Stickrahmen in unterschiedlichen Größen findet man in jedem Bastelladen, in der Kurzwarenabteilung, auf dem Flohmarkt, im Internet, bei Oma auf dem Dachboden...

Zunächst habe ich den Stoff und die Bänder grob zugeschnitten. Ich habe meinen Stoff doppellagig verwendet, damit nichts durchscheint. Dann habe ich den Stoff und die Bänder in den Stickrahmen gespannt und die Bänder parallel zur Stellschraube ausgerichtet, da ich daran den Rahmen später aufhängen möchte.

 
Nachdem alles richtig ausgerichtet und straff gezogen ist, dreht man die Stellschraube zu (ich habe das zum Schluss mit einem Schraubenzieher gemacht). Dann schneidet man den überstehenden Stoff mit der Schere zurück. (Die Stoffkante auf der Rückseite bleibt unversäubert, dies ist jedoch von vorne nicht zu sehen).

Das wars! Jetzt darf man das Teil beliebig mit Schmuck behängen...

 
Alles in allem braucht man nicht mal eine halbe Stunde, um so ein Teil fertig zu stellen, daher auch definitiv Last-Minute Geschenketauglich. ;)

Es gibt natürlich auch noch jede Menge andere Varianten und Verwendungsmöglichkeiten. Ich könnte mir vorstellen auch ein paar schöne bunte Stoffe als Bildersatz (den man auch mal wechseln kann) an die Wand zu bringen, mit mehr Bändern meine Zettelwirtschaft zu ordnen, etc. Ich habe auch schon ein mit Steckfächern bestücktes Modell gesehen, allerdings muss man sich dann wohl eine zusätzliche Befestigungsmöglichkeit überlegen, da die Stoffeinspannung wahrscheinlich mit der Zeit nachlässt.

Freitag, 2. Januar 2015

Schukartonupcycling


...oder das zweite Leben eines Tapetenkalenders. 

 

Scheußlich oder schön, hab ich mich zunächst gefragt, als mir der Tapentenkalender für lau in die Hände fiel. Naja, mitnehmen und erstmal verstauen. Wegschmeißen kann man schließlich später immer noch, oder?! :) Ein Glück für den Kalender, habe ich beschlossen mein Sammelsurium an Schuhkartons, in denen ich Kram wie Kerzen, Stoffe, Weihnachtsdeko, etc. aufbewahre mit wenig Mitteln ein wenig aufzuwerten.

 

Das habe ich gebraucht:

- ein paar alte Schuhkartons (bekommt man auch gegen ein nettes Lächeln in den meisten Schuhgeschäften in die Hand gedrückt)
- festes Motivpapier oder Folie (in meinem Fall ein alter Kalender, aber es geht natürlich alles mögliche)
- Gewebeklebeband (Panzer-/Gaffa-/Ducktape), das gibts mittlerweile übrigens auch in bunt! :D
- Bleistift, Schere und Klebe(-stift) oder doppelseitiges Klebeband
- eventuell schmales Malerkrepp
- eventuell transparente Klebefolie


Unterteil:

Um den Kartons mehr Stabilität zu verleihen und sie einheitlich zu gestalten habe ich alle "Unterteile" zuerst mit Ducktape umwickelt (oben/unten/mitte). Wer mag kann auf der Innenseite die Ecken auch noch mit Ducktape verstärken. Die Kanten der Deckel habe ich mit mit schmalem Malerkrepp (passte von der Breite grade perfekt, aber es geht natürlich auch Ducktape)) stabilisiert.

Deckel:

Den Deckel auf das Papier legen (das Papier mit dem Motiv nach unten, hier ggf. auf die Ausrichtung des Motivs achten) und den Umriss nachzeichnen. Danach alle Seiten je nach Breite der Kanten verbreitern (in meinem Fall also an jeder Seite 4cm mehr), ausschneiden und an allen vier Ecken einschneiden.

Dann alles mit jeder Menge Kleber einstreichen und den Deckel mit dem Papier einschlagen. Kann man auch mit doppelseitigem Klebeband machen.

Wer nicht faul ist wie ich und zusätzlich Geld noch ein paar Euro investieren möchte, kann noch Transparentklebefolie darüber kleben (oder diese am besten vor dem Ausschneiden auf das Papier kleben, um sich Fummelei zu ersparen). So wird die Oberfläche schmutzunempfindlicher und man kann man die Kartons später auch feucht abwischen. Unter meinem Bett sammelt sich aber nur Staub und den bekomme ich auch so weggewischt...

Samstag, 22. November 2014

Larp: Laterne

...möge es uns ein Licht sein an Orten, an denen es dunkel ist... ;)


Eine Larplampe muss her! Und ich will sie selber bauen! Kann ja nicht so schwer sein, oder? ;)

Wie soll ich anfangen? Vielleicht mit einer Hasstirade gegen künstliches Licht beim Larp? Und einer Klage über Alterwürdige Hausbesetzter, die angstvoll an ihre staubigen Vorhänge denken, wenn sich eine Horde übergeschnappter, selbstmordgefährdeter und mit Teelichtern bewaffneter Larper nähert?

Mein ganz persönliches Hassobjekt Nummer Eins sind LED TEELICHTER
Es packt micht das kalte Grausen, wenn jemand die Dinger aus seiner Tasche kramt und den kleinen Schalter schiebt. Und  ich glaube jeder, der schon einmal (oder auch mehrmals) im Stockfinstern nur mit Hilfe eines v*********** LED-Teelichts eine Runenschrift übersetzen musste, kann mir beipflichten, dass diese Dinger kein Licht spenden.

- LED-Teelichter sehen scheiße aus, flackern im übelsten Fall auch noch wie besemmelt und helfen Null gegen finstere Nacht. Pfui. -

Allgemein gibt es in meinen Augen nichts ambientetötenderes als schnödes künstliches Licht. Zu den schlimmsten Sünden gehört für mich alles was mir weißblau entgegen strahlt und/ oder sofort als künstliche Lichtquelle identifiziert werden kann. Ich möchte an dieser stelle nochmal betonen, wie schlimm ich LED-Teelichter finde. ;) Diese grässlichen Campingleuchten sind auch ein gutes Negativbeispiel. Dabei gibt es ja durchaus charmante Ideen wie man künstliche Lichtquellen hübsch verpacken kann. Von selbstgekauften LED-Echtwachskerzen bis zu selbsterdachten und dann selbstgemachten "magischen Lichtquellen". Selbst Campinglampen gehen in Ordnung, wenn man ein bischen Kreativität an den Tag legt.^^

Nun ergab es sich das Wacken war. Als echte Norddeutsche muss man natürlich an so einer Veranstaltung teilnehmen... :) Neben den dreitrillionen Eindrücken, die ich dort gewonnen habe (es war ein großartiges Wacken. Staubig. Heiß. Und geil.) fielen mir auf dem Mittelaltermarkt diese tollen mit Haut bespannten Holzlampen (Visbylaternen) auf, die ein (so naiv dachte ich damals) Schweinegeld kosten sollten. Die will ich auch. Und zwar selber bauen. Und Nach einigen Recherchen im Internet fing ich an zusammen mit meiner freundlichen männlichen Unterstützung die Teile zusammen zu sammeln.


Meine Lampe hat keine Tür, sondern eine Zugstange an der eine abgeschnittene Konservendose als Teelicht/Kerzenhalter befestigt ist. Ich denke der Rest spricht für sich selbst. Es handelt sich übrigens um einen Prototyp, sie ist also nicht perfekt! ;)

Material ausm Baumarkt:
- Holzbretter (bei mir 2 Stück a 20 x 20)
- Rundhölzer
- Draht
- Rohhaut (hierzu besuche man den örtlichen Tierfutterhandel, gucke sich eine halbe Stunde lang alle Fische, Wellensittiche und Kanarienvögel und die niedlichen Meerschweinchen, Hamster und Hasen an, um dann den Laden wieder mit einer handvoll (ich hab 7 gekauft, es ist später viel Ausschuss dabei) möglichst großer (ca. 25cm oder größer) Hundekauknochen zu verlassen...)
- ein Päckchen Schraubösen
- Eine Konservendose
- Nägel
- Schellack
- Holzleim

Werkzeug
- (Stich-)Säge
- Lochsäge/ ein Lochsägenaufsatz
- Feilen
- Dremel mit Trennscheibe oder Blechschere
- Akkubohrer/Bohrmaschine
- Seitenschneider
- Kombizange
- Pinsel

Los gehts:

Ich habe es leider nicht geschafft alle Arbeitsschritte auch ordentlich zu bebildern. Ich hoffe die Beschreibung reicht aus.^^

Knochen zu Haut: Ich habe die Knochen in einem großen Putzeimer mit Leitungswasser eingeweicht. Das braucht ca. 2 Tage. Die Häute quellen ziemlich auf.

Sägen: Die Form ist im grunde beliebig. Man muss es nur Zeichnen und Sägen können^^. Wir haben uns für ein 6eck entschieden, dieses aufgezeichnet,mit der Stichsäge zugesägt und mittig mit der Lochsäge das Loch gebort, die großen 8 Stunden Teelichter passen dadurch. Dann noch die Rundhölzer zusägen, eine davon als Zugstange ein Stück länger lassen.

Dann gehts ans Löcher bohren. Der Durchmesser des Bohrers entspricht dem der Rundhölzer. Das Loch für die Zugstande sollte einen Millimeter größer sein, damit man ein wenig Spiel für das nach oben und unten Ziehen und Schieben hat.

Jetzt kann man alle scharfen Kanten einmal abfeilen.


Mittwoch, 11. Juni 2014

Korb gedeckelt



Ein Beistelltisch und Notfallhocker.



Vor ca. zwei Jahren habe ich im Baumarkt diesen unsagbar hübschen sowie gnadenlos günstigen Weidenkorb mitgenommen, mit dem Gedanken "er wird sich schon irgendwie nützlich machen". Stattdessen stand das Ding in unserer kleinen Wohnung ständig im Weg rum. Machte sich in Zimmerecken breit und enterte irgendwann unsere Abstellkammer, wo man an nichts mehr "mal schnell" rankam, darüber hinaus ist das Ding auch noch in seiner zugedachten Funktion als Wäschekorb viel zu groß, mpfh.

Nun ist uns vor kurzem eine neue Stichsäge ins Haus gekommen und mir damit eine Idee. Stichsäge + alte Sperrholzplatte + bischen aufhübschen = Deckel für Korb = Der Inhalt staubt nicht so voll und man kann das Ding auch noch als Ablage oder Beistelltisch nutzen. mmmh.

Nase gerieben und die freundliche männliche Unterstützung um selbige gebeten.

Zunächst haben wir die Maße mit einem Fadenzirkel auf das Holz übertragen. Dann kam der lustige Teil mit der Stichsäge. Die Aussparungen für die Griffe des Weidenkorbs haben wir mit dem Dremel ausgeschliffen und auch die Kanten mit dem Dremel glattgeschliffen (zum Schluss habe ich die Kante nochmal mit feinem Schmirgelpapier abgeschliffen).


Nun kommt der Aufhübschteil, denn die Sperrholzplatte ist an sich ja nicht besonders ansehnlich. Zum Anmalen hatte ich nichts da. Aber nachdem ich kurz in der Fundkiste gekramt habe, war das Wachstuch beschlossene Sache. Kann man einfach ausschneiden und aufkleben, ist abwischbar, was will man mehr.

Ich habe den Deckel als Schablone benutzt und die Maße auf die Rückseite des Wachstuchs übertragen, ausgeschnitten und mit Pattex aufgeklebt.
 

Fertig sieht das Ergebnis dann so aus...

Freitag, 30. Mai 2014

Bestecktasche fürs Picknick


Klar soweit...


Gestern Abend hats mich noch schnell gepackt. Nach einem gemütlichen Grillnachmittag im Park musste die zerfledderte alte Campingbestecktasche weg. Pfui. Was neues musste her. Plastik durfte es aber gerne bleiben, schließlich soll es schimmelfest und abwischbar sein.

Weil ich bei solchen Dingen gerne sehe was drin ist (nichts ist blöder, als beim Ausflug in der Wallapampa feststellen zu müssen, dass man die Gabel vor ein paar Wochen ja für was anderes gebraucht hat und diese nun seelig in der Besteckschublade schlummert) habe ich dafür ein wenig durchsichtige Folie genommen, eine alte Wachstischdecke oder eine stabile Plastiktüte (so Ikeataschenmäßig) würden sich aber denke ich auch gut eignen. (Eine olle Wachstischdecke ham wir aber nich und den Teufel werd ich tun meine schöne Ikeatasche zu zerschnibbeln ;) )

Das Täschlein bekommt einen Drucknopf und damit der besser hält und es schöner aussieht, kommt noch eine alte Esprittüte zum Einsatz (schön dick, schön rot).

Den Schnitt hab ich von meiner alten Bestecktüte abgenommen und gottseisgedankt (zu meiner eigenen Inkompetenz später) ein wenig vergrößert:


Die Schnittteile sehen dann so aus:


Ein Vorder- und ein Rückenteil aus durchsichtiger Plastikfolie, das ganze wird am Schluss mit einem Druckknopf versehen. Aus der Esprittüte habe ich ein Blömsche und einen schmalen Streifen in Druckknopfbreite geschnitten.

Zuerst habe ich den oberen Rand am Vorderteil einmal schmal umgeschlagen und festgesteppt, dann beide Teile einmal rundum zusammengenäht.

Wenn ihr mit Wachstuch näht ist das Nähen ein bischen schwierig, da sich durch die baksige Oberfläche das Material nur schwer transportieren lässt. Ich habe die Stichplatte meiner Nähmaschine und den Nähfuss mit diesem bunten Papierklebeband, was es mittlerweile überall zu kaufen gibt beklebt, damit ging es ganz gut. Zusätzlich kann man seiner Maschine ein bischen helfen indem man ein bischen mitschiebt und -zieht. Stellt eine etwas größere Stichlänge ein (zwischen 3 und 4 ist das bei mir), sonst habt ihr nacher eher eine perforierte Reißnaht, als eine die was zusammenhalten soll.

Zudem: Wachstuch oder Folie verzeiht keine Fehler, denn die Löcher bleiben sichtbar. Ich habe es zuerst mit einem anderen Stich als dem einfachen Gradstich versucht und musste feststellen, dass durch den wachstuchbedingten hakeligen Stofftransport die Naht sehr unregelmäßig wird. Ergebnis war, dass ich die schreckliche Naht rundherum einmal abgeschnitten hab. Und das Endprodukt jetzt passt wie angegossen^^.

Jetzt kommt mein Lieblingsteil:


Kamsnaps! :) Super einfach zu handhaben, überall einsetzbar, und in allen erdenklichen Farben erhältlich.

In die Esprittütenteile und an der gewünschten Stelle beim Bestecktäschchen ein Loch bohren und dann die Drucknöpfe anbringen.

Voilà!


Dienstag, 27. Mai 2014

Igel Nadelkissen und Nadelheft

Nadeln im Wald...


Obwohl ich eigentlich wenig für unnützen Krimskrams übrig habe, gibt es doch das ein oder andere was mein Herz erobert... Und so unnütz sind die beiden eigentlich auch gar nicht. Die Anleitung stammt aus dem Buch "Taschen, Täschchen und mehr". Mit ein bischen Fantasie und/oder Googles Beistand, lässt sich so eine Schablone aber auch ganz einfach in Eigenregie anfertigen (beim Igel müssen sich Gesicht und Körper ein wenig überlappen und man muss einen Boden mitberechnen, dafür einfach ein kleines Oval zuschneiden) und mit ein bischen Filz, Nagelschere, Füllwatte, Nähnadel, Stickgarn oder Knopflochgarn und nem Knopf ist das Ganze ein schönes Nachmittagsprojekt. Der Igel ist mit dem Laguettenstich zusammengenäht (der geht ganz einfach und wird hier in 48 Sekunden gezeigt.) Die Rinde des Baumstamms hab ich einfach mit der Nähmaschnine gesteppt. Per Hand sticken geht natürlich auch. War ich aber zu faul zu.


Der kleine Igel macht sich super in meiner Nähecke, um ihn wirklich als Nadelkissen zu benutzen ist er mir aber zu leicht und ich find die kleine Plastikdose einfach praktischer. Füllt man den Igel nicht nur mit Watte, sondern zum Beispiel noch mit ein paar Steinchen oder Murmeln ist er aber auf jeden Fall praxsistauglich. Und das Nadelheft für Nähnadeln ist uneingeschränkt zu empfehlen. :)

Genähtes: Filzaufbewahrung

Ein Halt-mal-kurz Utensilo.


Ständig liegen Schals, Handschuhe, Mützen, Taschen, Kopfhörer, Regenschirm oder alles was man in der Handtasche sonst noch hat und öfter mal ein und auslagert in der ganzen Wohnung verteilt, hängen an Stuhllehnen oder Türgriffen und verbreiten Unordnung. Und wo ist jetz...?!

Ich habe schließlich mit zwei Filzmatten den Kampf gegen  mein Kleinkramproblem aufgenommen.


Ich wollte, dass ich in die oberen Fächer möglichst gut reinsehen kann, damit sich das Gewühle auf ein Minimum reduziert. Deshalb die dreieckige Form des obersten Fachs (das sperrt sich leider ziemlich auf, deshalb, die Lösung mit der Gummikordel) und die quer halbierte des Mittleren. Reinpassen tut ziemlich viel und man kann das Ding natürlich auch anderweitig benutzen, zum Beispiel für Briefe und Zeitschriften oder um Bastelsachen, Spielsachen, Wäsche etc. darin unterzubringen.


Filz ist schön unkompliziert zu verabeiten, da nichts ausfranst und daher nichts versäubert werden muss.

Anfertigen lässt sich so ein Teil ganz einfach.

Ich habe gebraucht:
- zwei DIN A2 große Filzmatten, 4 mm stark
- Lineal, Stift zum Anzeichnen und Schere
- passendes Garn
- meine Nähmaschine plus eine Jeansnadel (also eine dickere; Stärke 90 oder 100)
- ein Knopf und ein Rest Gummikordel (gilt nur, wenn ihr das oberste Fach genauso zuschneiden - - wollt, wie ich)
- zwei Ösen und eine Nietenzange



Die erste Platte habe ich in der Mitte geteilt und dann zwei kurze Seiten zusammengenäht, so dass ein langes Rechteck entsteht, der "Hintergrund" für meine Fächer.