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Samstag, 24. Februar 2018

Larpausstattung: Eine Larp-Truhe gestalten

Die Verpflegung ansehnlich unterzubringen war diesmal mein vorrangiges Ziel.



Was habe ich gebraucht?
- Eine 08/15 Holztruhe mit Deckel
- Wachslasur, farbig
- Metallbeschläge
  z.B. Ziernägel, Metallecken, Schließe, Knauf
- Ein Lederriemen (alter Gürtel oder Sattelriemen)
- evt. eine helfende Hand

Werkzeug
- Pinsel für die Lasur
- Maßband
- Akkuschrauber
- Dremel
- Hammer
- Lochzange
- Feile
- Sekundenkleber
- < 5mm Schrauben/ Nägel

Zunächst habe ich an zwei Tagen die Truhe mit der Wachslasur gestrichen (für Schutz und Schönheit). Die Oberfläche kann man danach mit feinstem Schleifpapier nochmal polieren, diesen Schritt habe ich mir hier allerdings gespart, da mir das Ergebnis gut genug erschien.



Danach gehts ans Fertiggestalten der Kiste. Ich habe die Schaniere gegen stabilere getauscht, Metallecken angebracht und Ziernägel eingeschlagen. Als Verschluss dient ein Lederriemen, der mit einem Riegel in Position gehalten wird. Die Aussparung für den Riegel (bzw. die Falle) habe ich mit der Lochzang in das Leder gestanzt, mit einer kleinen Feile in Form gefeilt und die Kanten geglättet.
Den Riegel und den Lederriemen kann man nun mit (Zier-)Nägeln an der Truhe befestigen. Ich musste die Nägel teilweise mit Sekundenkleber preparieren, damit sie halten. Je nach Stärke und Art des Holzes kann das aber variieren. Schrauben wären hier definitiv von Vorteil gewesen. Den Riegel habe ich schlussendlich noch mit ein paar Zierbeschlägen verschönert und vorne einen Knauf angebracht (dessen Schraube auch zu lang war und mit dem Dremel gekürzt werden musste).

Zum Schluss hat meine helfende Hand die zu langen Nagelenden mit dem Dremel abgeschliffen.

Das wärs! (Erstmal) natürlich kann man das Innenleben oder auch die Innenseite des Deckels noch beliebig aufmotzen, mit Fächern, Schlaufen, Haken. Das hängt natürlich auch vom gewünschten Einsatzzweck ab.

Alles in allem gar nicht schwierig und an insgesamt drei Nachmittagen war die Kiste fertig.

Freitag, 25. März 2016

Basteln: Nagellackexperimente

...oder was tun mit Zeug, was man nicht (ver-)braucht.



Nagellacke sammeln sich manchmal bei mir an, weil ich ein Mädchen bin und mich manche Farben einfach so anziehen, dass ich sie haben muss (wider besseren Wissens). Das ich das Zeug fast nie benutze, weil ich zu ungeduldig, uneitel, untalentiert bin und keinen Geschirrspüler besitze blende ich dann getrost mit weiblicher Ignoranz aus. Was man damit noch so anstellen kann, habe ich an einem Samstagmorgen einfach mal ausprobiert. Grundlage waren ein paar Haarklammern und Ohrstecker, an denen der Originallack schon teilweise abgeplatzt war.

Die Lacke ließen sich allesamt ziemlich gut auftragen, die Ohrstecker habe ich dafür einfach auf einen Eierkarton gesteckt.

Sonntag, 12. Juli 2015

Verdunkelungstaktik

...oder ein Raffrollo upcyceln...


Einer meiner vergangenen Stoffmarktbesuche brachte mir diesen Jacquardstoff mit 68ger Muster ein. Auf Beigefarbenem Grund tummeln sich jede Menge Anspielungen in Form von Kultobjekten, Textzeilen und Schlagworten aus der damaligen Zeit und heute immer noch den Duft von Gras, Freiheit, Rebellion, Selbsterfahrung und -verwirklichung und Barfusssein mit sich tragen.

Bruchstücke aus den 60er und 70er haben in meinem Herzen so viel mehr Platz als alle Jahrzehnte die danach folgen bis heute gerechnet. Spontan fällt mir traurigerweise auch nichts ein, was ich annähernd mit so viel Begeisterung und Wärme betrachte. Ich werfe alten VW-Bussen auf der Straße sehnsuchtsvolle Blicke und meinem Gegenüber kindliche "O-guck-mal!"-s zu. Das passiert mir nicht bei einem VW-Golf. Oder allein der Plattenspieler. Die Hebel, Schalter und Drehknöpfe für Geschwindigkeit, Absenken und Feinjustierung. Der Geruch der alten Platten, das Durchstöbern, finden und Auspacken, das schwarzglänzende Vinyl und die Rillen, das Geräusch der Nadel beim Auflegen und schließlich dieser besondere Sound, der digital bestenfalls imitiert wirkt. Und die Musik? Beatles, Stones, Jethro Tull, Doors, Hendrixs, Musik, die meine Energiereserven auffüllt, mich zum tanzen bringt und an andere Orte transportiert anstatt mich zu berieseln und abzustumpfen.

Und heute? Computer und Smartphones vermitteln mir doch eher den Eindruck mein Leben in sklavisch getakteter Existenz zu fristen. Gibt es sonst noch etwas, was die letzten Jahrzehnte so geprägt hat, woran man sich in fünfzig Jahren noch mit glänzenden Augen erinnert und was man dann vielleicht sogar noch immer genießt?


Aber nun zum Wesentlichen zurück, demm Raffrollo. ^^ Der Stoff war erstmal gekauft, auch wenn seine Bestimmung noch ein wenig verhüllt vor mir lag. Eine Strandttasche? Eine Wandaufbewarung? Ein Teppich? Dan ließ meine bessere Hälfte anklingen, dass das alte Raffrollo doch der Lichtzufuhr am Wochenende beim Ausschlafen nicht wirklich gewachsen sei und dadurch der männliche Schlummer von Zeit zu Zeit leide. Hm. Das ist natürlich übel und muss geändert werden. Nun verhält es sich aber so, dass mich Verdunkelungsrollos mein Zeitgefühl dermaßen beeinträchtigen, dass es mir kein Lösung schien, ein solches an die Wand zu bringen.

Gut, dann also der Jacquardstoff, von dem ich natürlich zu wenig gekauft hatte, um das ganze wirklich professionell aussehen zu lassen. Aber das Ergebnis freut mich trotzdem.

Denn Stoff habe ich auf Rollobreite plus Nahtzugabe zugeschnitten, einmal mit der Maschine rundum gesäumt und mit je drei Druckknöpfen an jedem Querstreben befestigt. So kann man den Stoff wieder abnehmen, wenn man ihn mal Waschen möchte oder sich satt gesehen hat an dem Muster.
Auch wenn es sich um einen hellen Stoff handelt, schluckt es doch ziemlich viel Licht, grade so, dass man bequem am Wochenende auch mal ausschlafen kann und trotzdem eine Ahnung von Tageszeit und Wetterlage hat, damit man nicht den ganzen Tag vertüdelt.

Sonntag, 26. April 2015

Stickrahmenaufbewahrung für Schmuck

 ...und ne hübsche Wanddeko.

 

Diese Idee ist nicht neu, dafür finde ich sie so schön, dass es mal Zeit wurde für meine eigene Stickrahmenbastelaktion.

Ich habe mich für gröberes schwarzes Leinen entschieden (Ikea) und Trägerband, beides aus meiner Fundgrube. ;) Ich habe mir einen klaren schlichten Untergrund gewünscht, damit der Schmuck darauf gut zur Geltung kommt, außerdem gibt der Leinenstoff und das altweiße Baumwollträgerband dem ganzen eine zeitlose Optik (man merkt ich bin ziemlich angetan von meinem neuen Werk :-)

Es eignen sich vor allem durchlässige Stoffe wie Spitze, Tüll oder eben lockerer oder grober gewebte Stoffe damit man die Ohrringe auch gewaltfrei befestigen kann, sowie jede Art von nicht elastischem Band. Da man nicht viel Stoff braucht (je nach Größe des Stickrahmens ca. 30 x 30 cm) eignet sich dieses Teil auch hervorragend zum Reste verwerten.

Stickrahmen in unterschiedlichen Größen findet man in jedem Bastelladen, in der Kurzwarenabteilung, auf dem Flohmarkt, im Internet, bei Oma auf dem Dachboden...

Zunächst habe ich den Stoff und die Bänder grob zugeschnitten. Ich habe meinen Stoff doppellagig verwendet, damit nichts durchscheint. Dann habe ich den Stoff und die Bänder in den Stickrahmen gespannt und die Bänder parallel zur Stellschraube ausgerichtet, da ich daran den Rahmen später aufhängen möchte.

 
Nachdem alles richtig ausgerichtet und straff gezogen ist, dreht man die Stellschraube zu (ich habe das zum Schluss mit einem Schraubenzieher gemacht). Dann schneidet man den überstehenden Stoff mit der Schere zurück. (Die Stoffkante auf der Rückseite bleibt unversäubert, dies ist jedoch von vorne nicht zu sehen).

Das wars! Jetzt darf man das Teil beliebig mit Schmuck behängen...

 
Alles in allem braucht man nicht mal eine halbe Stunde, um so ein Teil fertig zu stellen, daher auch definitiv Last-Minute Geschenketauglich. ;)

Es gibt natürlich auch noch jede Menge andere Varianten und Verwendungsmöglichkeiten. Ich könnte mir vorstellen auch ein paar schöne bunte Stoffe als Bildersatz (den man auch mal wechseln kann) an die Wand zu bringen, mit mehr Bändern meine Zettelwirtschaft zu ordnen, etc. Ich habe auch schon ein mit Steckfächern bestücktes Modell gesehen, allerdings muss man sich dann wohl eine zusätzliche Befestigungsmöglichkeit überlegen, da die Stoffeinspannung wahrscheinlich mit der Zeit nachlässt.

Freitag, 2. Januar 2015

Schukartonupcycling


...oder das zweite Leben eines Tapetenkalenders. 

 

Scheußlich oder schön, hab ich mich zunächst gefragt, als mir der Tapentenkalender für lau in die Hände fiel. Naja, mitnehmen und erstmal verstauen. Wegschmeißen kann man schließlich später immer noch, oder?! :) Ein Glück für den Kalender, habe ich beschlossen mein Sammelsurium an Schuhkartons, in denen ich Kram wie Kerzen, Stoffe, Weihnachtsdeko, etc. aufbewahre mit wenig Mitteln ein wenig aufzuwerten.

 

Das habe ich gebraucht:

- ein paar alte Schuhkartons (bekommt man auch gegen ein nettes Lächeln in den meisten Schuhgeschäften in die Hand gedrückt)
- festes Motivpapier oder Folie (in meinem Fall ein alter Kalender, aber es geht natürlich alles mögliche)
- Gewebeklebeband (Panzer-/Gaffa-/Ducktape), das gibts mittlerweile übrigens auch in bunt! :D
- Bleistift, Schere und Klebe(-stift) oder doppelseitiges Klebeband
- eventuell schmales Malerkrepp
- eventuell transparente Klebefolie


Unterteil:

Um den Kartons mehr Stabilität zu verleihen und sie einheitlich zu gestalten habe ich alle "Unterteile" zuerst mit Ducktape umwickelt (oben/unten/mitte). Wer mag kann auf der Innenseite die Ecken auch noch mit Ducktape verstärken. Die Kanten der Deckel habe ich mit mit schmalem Malerkrepp (passte von der Breite grade perfekt, aber es geht natürlich auch Ducktape)) stabilisiert.

Deckel:

Den Deckel auf das Papier legen (das Papier mit dem Motiv nach unten, hier ggf. auf die Ausrichtung des Motivs achten) und den Umriss nachzeichnen. Danach alle Seiten je nach Breite der Kanten verbreitern (in meinem Fall also an jeder Seite 4cm mehr), ausschneiden und an allen vier Ecken einschneiden.

Dann alles mit jeder Menge Kleber einstreichen und den Deckel mit dem Papier einschlagen. Kann man auch mit doppelseitigem Klebeband machen.

Wer nicht faul ist wie ich und zusätzlich Geld noch ein paar Euro investieren möchte, kann noch Transparentklebefolie darüber kleben (oder diese am besten vor dem Ausschneiden auf das Papier kleben, um sich Fummelei zu ersparen). So wird die Oberfläche schmutzunempfindlicher und man kann man die Kartons später auch feucht abwischen. Unter meinem Bett sammelt sich aber nur Staub und den bekomme ich auch so weggewischt...

Donnerstag, 26. Juni 2014

Es zwitschert im Schlafzimmer...

 ...oder wie man eine Ikealampe aufhübscht.



Nachdem mir mal nach etwas war, was nichts mit Nadel und Faden zu tun hat, musste unsere Schlafzimmerlampe herhalten... Wurde aber auch mal Zeit!

Es braucht:

- Ein Papierlampion

- Ein weicher Bleistift (z.B. B)

- Ein Filzstift in der Farbe eurer Wahl

- Eine Schablone falls es kein Freihandmotiv sein soll

- Ein Cuttermesser (so ein Bastelmesser)


Die Vogelschablone habe ich aus dem Internet ausgedruckt, mit einem Cuttermesser ausgeschnitten und dann zunächst ganz vorsichtig mit einem weichen Bleistift, dann mit Edding auf den Lampion übertragen. Leider franst der auf dem Papier ganz schön aus. Die Zweige mit den Beeren sind einfach freihand aufgemalt. Keine hohe Kunst, aber dafür ein schöner Farbkleks.

Mittwoch, 11. Juni 2014

Korb gedeckelt



Ein Beistelltisch und Notfallhocker.



Vor ca. zwei Jahren habe ich im Baumarkt diesen unsagbar hübschen sowie gnadenlos günstigen Weidenkorb mitgenommen, mit dem Gedanken "er wird sich schon irgendwie nützlich machen". Stattdessen stand das Ding in unserer kleinen Wohnung ständig im Weg rum. Machte sich in Zimmerecken breit und enterte irgendwann unsere Abstellkammer, wo man an nichts mehr "mal schnell" rankam, darüber hinaus ist das Ding auch noch in seiner zugedachten Funktion als Wäschekorb viel zu groß, mpfh.

Nun ist uns vor kurzem eine neue Stichsäge ins Haus gekommen und mir damit eine Idee. Stichsäge + alte Sperrholzplatte + bischen aufhübschen = Deckel für Korb = Der Inhalt staubt nicht so voll und man kann das Ding auch noch als Ablage oder Beistelltisch nutzen. mmmh.

Nase gerieben und die freundliche männliche Unterstützung um selbige gebeten.

Zunächst haben wir die Maße mit einem Fadenzirkel auf das Holz übertragen. Dann kam der lustige Teil mit der Stichsäge. Die Aussparungen für die Griffe des Weidenkorbs haben wir mit dem Dremel ausgeschliffen und auch die Kanten mit dem Dremel glattgeschliffen (zum Schluss habe ich die Kante nochmal mit feinem Schmirgelpapier abgeschliffen).


Nun kommt der Aufhübschteil, denn die Sperrholzplatte ist an sich ja nicht besonders ansehnlich. Zum Anmalen hatte ich nichts da. Aber nachdem ich kurz in der Fundkiste gekramt habe, war das Wachstuch beschlossene Sache. Kann man einfach ausschneiden und aufkleben, ist abwischbar, was will man mehr.

Ich habe den Deckel als Schablone benutzt und die Maße auf die Rückseite des Wachstuchs übertragen, ausgeschnitten und mit Pattex aufgeklebt.
 

Fertig sieht das Ergebnis dann so aus...

Dienstag, 3. Juni 2014

Larp: einsame Armschiene wird Schwertscheide


Bei meinem letzten Flohmarktbesuch habe ich eine einzelne Armschiene (fürs LARP) entdeckt und sofort mein Geld investiert. Da mit einer einzelnen Armschiene für gewöhnlich nicht allzuviel anzufangen ist, habe ich sie kurzerhand mit freundlicher männlicher Unterstützung zu einer Larpwaffenschwertscheide umfunktioniert.

Material:

- Eine Armschiene

- Filz (mindestens DIN A5)

- Klebstoff

- Ein alter Gürtel

- Ein Messer

- Nieten

- Tüddelband


Wir hatten alles da, das heißt mit einem Euro für die Armschiene war die Aktion eine ziemlich billige Angelegenheit.

Die Innenseite habe ich zunächst mit Filz ausgekleidet (mit Pattex aufgeklebt, der Bereich rund um die vorhandenen Löcher wird erstmal ausgespart), da die Larpwaffen es gerne weich und kuschelig haben und es mit deutlich längerer Lebenszeit danken. Mit ein paar dicken Schinken (also ein Wörterbuch oder sowas) beschwert und kurz trocknen lassen (ca. 20 Minuten müssten reichen).


Danach wird der Gürtel zugeschnitten, meine Stücke sind 24 cm und 42 cm lang und an der gewünschten Stelle angenietet, auf der Innenseite wird der Riemen unter den Filz geschoben.

Das Lederband einfädeln, damit die Schwertscheide schön zusammenhält. Fertig ist der Waffenträger!

Zum Thema Nieten einschlagen: Ich bin zwar mittlerweile virtuos im Umgang mit meiner Nietenzange, aber meine Fehlerquote beim Nieten einschlagen mit dem Hammer liegt bei sagenhaften 100 %. Viele Versuche habe ich zugegeben nicht gemacht bis ich es aufgegeben habe und es gibt bestimmt mehr als eine Frau auf der Welt, die den Bogen damit raus hat, aber Nieten sind ziemlich teuer und deshalb habe ich davon abgesehen meine Fähigkeiten im Nieteneinschlagen weiterzuentwickeln. Die weniger Blutdruck steigernde und vor allem kostengünstigere Alternative: Holt euch freundliche männliche (oder auch kompetentere weibliche) Unterstützung. Schöner Nebeneffekt: die meisten freuen sich, wenn sie mit dem Hammer auf irgendwas draufschlagen dürfen (ich auch, wenn das Ergebnis stimmt) und ihr habt weniger Arbeit. ;)

Freitag, 30. Mai 2014

Bestecktasche fürs Picknick


Klar soweit...


Gestern Abend hats mich noch schnell gepackt. Nach einem gemütlichen Grillnachmittag im Park musste die zerfledderte alte Campingbestecktasche weg. Pfui. Was neues musste her. Plastik durfte es aber gerne bleiben, schließlich soll es schimmelfest und abwischbar sein.

Weil ich bei solchen Dingen gerne sehe was drin ist (nichts ist blöder, als beim Ausflug in der Wallapampa feststellen zu müssen, dass man die Gabel vor ein paar Wochen ja für was anderes gebraucht hat und diese nun seelig in der Besteckschublade schlummert) habe ich dafür ein wenig durchsichtige Folie genommen, eine alte Wachstischdecke oder eine stabile Plastiktüte (so Ikeataschenmäßig) würden sich aber denke ich auch gut eignen. (Eine olle Wachstischdecke ham wir aber nich und den Teufel werd ich tun meine schöne Ikeatasche zu zerschnibbeln ;) )

Das Täschlein bekommt einen Drucknopf und damit der besser hält und es schöner aussieht, kommt noch eine alte Esprittüte zum Einsatz (schön dick, schön rot).

Den Schnitt hab ich von meiner alten Bestecktüte abgenommen und gottseisgedankt (zu meiner eigenen Inkompetenz später) ein wenig vergrößert:


Die Schnittteile sehen dann so aus:


Ein Vorder- und ein Rückenteil aus durchsichtiger Plastikfolie, das ganze wird am Schluss mit einem Druckknopf versehen. Aus der Esprittüte habe ich ein Blömsche und einen schmalen Streifen in Druckknopfbreite geschnitten.

Zuerst habe ich den oberen Rand am Vorderteil einmal schmal umgeschlagen und festgesteppt, dann beide Teile einmal rundum zusammengenäht.

Wenn ihr mit Wachstuch näht ist das Nähen ein bischen schwierig, da sich durch die baksige Oberfläche das Material nur schwer transportieren lässt. Ich habe die Stichplatte meiner Nähmaschine und den Nähfuss mit diesem bunten Papierklebeband, was es mittlerweile überall zu kaufen gibt beklebt, damit ging es ganz gut. Zusätzlich kann man seiner Maschine ein bischen helfen indem man ein bischen mitschiebt und -zieht. Stellt eine etwas größere Stichlänge ein (zwischen 3 und 4 ist das bei mir), sonst habt ihr nacher eher eine perforierte Reißnaht, als eine die was zusammenhalten soll.

Zudem: Wachstuch oder Folie verzeiht keine Fehler, denn die Löcher bleiben sichtbar. Ich habe es zuerst mit einem anderen Stich als dem einfachen Gradstich versucht und musste feststellen, dass durch den wachstuchbedingten hakeligen Stofftransport die Naht sehr unregelmäßig wird. Ergebnis war, dass ich die schreckliche Naht rundherum einmal abgeschnitten hab. Und das Endprodukt jetzt passt wie angegossen^^.

Jetzt kommt mein Lieblingsteil:


Kamsnaps! :) Super einfach zu handhaben, überall einsetzbar, und in allen erdenklichen Farben erhältlich.

In die Esprittütenteile und an der gewünschten Stelle beim Bestecktäschchen ein Loch bohren und dann die Drucknöpfe anbringen.

Voilà!