Sonntag, 20. Dezember 2015

Gebastelt: Filzweihnachtskugeln

...o (-hne) Tannenbaum!


Wer nicht noch nicht genug von Weihnachtsbastelei hat, kann sich hier von einem platzsparenden, günstigen und resteverwertungsfreundlichen DIY inspieren lassen. Wer sich fragt, was er mit dem Paket Bastelfilz, was er vor Jahren mal gekauft hat, aber nur zwei Farben daraus gebraucht hat, noch so anfangen kann, ist hier richtig. ;)


Gebraucht habe ich:
*Bastelfilz, verschiedene Farben
*Schere und Stift zum übertragen
*Bastel- oder Stoffkleber
*Selbstgezeichnete Schablonen oder Vorlagen aus dem Internet
*Perlen (optional), Nadel und Faden zum annähen
*Lochzange oder Nietenzange für die Punkte (optional)


Ich habe mir zunächst (faul wie ich bin) ein paar Vorlagen aus dem Internet (z.B. hier von Mollie Makes) ausgedruckt und ausgeschnitten, danach auf den Filz übertragen und ebenfalls ausgeschnitten. Dann mit so wenig wie möglich Bastelkleber (damit sich der Kleber nicht auf der Vorderseite durchdrückt) die einzelnen Teile aufgeklebt und zum Schluss mit den Perlen bestickt.


Wer mag, kann die fertigen Kugeln einfach an der Wand mit ein paar Stecknadeln verteilen oder an Paketschnur "auffädeln" und als Girlande verwenden.

Samstag, 21. November 2015

Winterhäkelei: Beinwärmer

...Tee, Kekse, Couch und Kerzenlicht, Bücher hören und Häkeln prägen so ziemlich meine Tage in der dunklen Jahreszeit. Und kalte Füße. ;)


Nun habe ich hier mal Häkeln und Couch kombiniert und so etwas gegen kalte Füße geschaffen:



Das Modell stammt aus dem Buch Häkellust von Marion Madel. Ein sehr schön fotografiertes Einsteigerhäkelbuch, dass viele Häkelvarianten anhand von unterschiedlichen Modellen erklärt. Da ich den Preis ziemlich happig finde, habe ich wieder einige Zeit bei einem großen Onlineauktionshaus ausf der Lauer gelegen und so ein Schnäppchen gemacht.



Gehäkelt werden die Stulpen in Reihen und mit festen Maschen und Reliefstäbchen, wodurch die schöne Rippenstruktur zustande kommt. Ich habe dicke (50g; Lauflänge 50m) Bordeauxfarbene, leicht melierte Wolle verwendet und mit Nadelstärke 8 gehäkelt.


Leider hatte ich es mit dem Umfang etwas zu großzügig gemeint, sodass die Dinger ständig nach unten rutschten, wenn man sich mal eine Tasse Tee nachholen will... Was dazu führte, dass die Stulpen erstmal eine Woche stumm und unbeachtet in der Ecke lagen bis ich mir eine Lösung überlegt hatte. Nun zieren drei Schleifen die Seite der Stulpen und sorgen dafür das sie an ihrem Platz bleiben. Zudem entsteht dadurch eine Art Kellerfalte, die ich ganz hübsch finde. Und ein Paar Bommel mussten auch noch dran. Nun sind sie warm, kuschelig, tragbar und ich bin zufrieden.  :)


Samstag, 7. November 2015

Lunchtaschen



Einkaufstaschen kann ich eigentlich nie genug haben. Am besten an allen Orten, wo ich irgendwann mal eine gebrauchen könnte. Und in bunt darf sie mich selbstverständlich auch gerne zu Arbeit begleiten.


Gemacht sind sie wirklich superschnell und ohne viel Aufhebens. Man kann sie schnell durch ein paar Kleinigkeiten aufwerten und je nach Größe reicht schon ein halber Meter Stoff. Man kann also auch mal zu einem teureren Stoff greifen, in den man sich ganz krass verguckt hat. Oder einfach seinen Stoffvorrat (sowie Knöpfe und Bänder) ein bisschen reduzieren und andere damit glücklich machen. Und das Gefühl danach, noch etwas tolles Produktives getan zu haben stellt sich auf jeden Fall ein. :)


Man braucht zwei Rechtecke für den Beutel (wenn der Stoff keine Musterrichtung hat, braucht man nur ein langes Rechteck und spart sich eine Naht) und zwei Streifen für die Träger.
Um der Tasche etwas Tiefe zu geben, habe ich die Ecken abgenäht, an einer kleinen Schlaufe aus Schrägband kann man seinen Schlüssel anknipsen und mit zwei Druckknöpfen kann die Tasche zugeknöpft werden.

Sonntag, 25. Oktober 2015

Genähtes: Geldkatzen fürs Larp

Ein neuerliches Resteverwertungsprojekt...


 
Geldkatzen wurden in den vergangenen Jahrhunderten verwendet um Münzen und andere wertvollere Gegenstände, wie Edelsteine, Schmuck oder Edelmetalle zu verwahren. Sie wurden aus Leder oder Stoff gefertigt, und veränderten Ihr Aussehen im Laufe der Zeit, bis sie mit Aufkommen des Papiergeldes irgendwann an Bedeutung und Nutzen verloren. Bei diesem Modell handelt sich sozusagen um einen "Zweikammerbeutel", der über einen Schlitz an der Schmalseite/ Unterseite befüllt werden kann. Indem man ihn mit der Öffnung nach unten über den Gürtel hängt, wird er "verschlossen". Zusätzlich konnte die Öffnung durch Metallringe (bei mir sind es Ringe aus Stoff) verschlossen werden.


Die Geldkatzen eignen sich gut zur Resteverwertung. Da meine Geldkatzen ohne Futter auskommen,  eignen sich eigentlich alle nicht ganz so stark fransenden, sowie etwas festeren Stoffe (z.B. Wollstoffe, Loden, Bezugsstoffe) oder natürlich Leder. 


Herstellung...

Nach dem ich die Bildersuche bei einer bekannten Suchmaschine bemüht habe, habe ich mir freihand eine etwa knochenförmige Schablone gezeichnet. Das Schnittteil für die Rückseite wird an der Längsachse um 1 cm (als spätere Nahtzugabe) verbreitert.

Ich habe meine beiden Schnitteile im Stoffbruch (an der oberen Schmalkante) ausgeschnitten und bei der Rückseite die Mitte ("Teilnaht") mit einem kleinen Einschnitt markiert. Danach habe ich die Rückseite mit Lineal und Rollschneider in der Mitte (siehe Foto "Teilnaht") geteilt.

Die beiden Schnittteile der Rückseite werden nun rechts auf rechts zusammengesteckt und komplett (bei mir nähfussbreit) zusammengenäht. (Ich hatte mir vorher die Schlitzposition markiert und die Naht am Anfang und Ende des späteren Schlitzes mit Rückstichen gesichert, musste die Länge der Öffnung aber zum Schluss nochmal ändern.) Damit die Nahtzugaben schön flach liegen, habe ich die Nahtzugaben auseinandergeklappt (wer mag kann sie auch flachbügeln) und jeweils einmal mit einer graden Naht befestigt. An meiner Nähmaschine kann ich dazu die Nadelposition nach links und rechts variieren, was ich ganz praktisch fand.


Jetzt werden Vorder- und Rückseite rechts auf rechts aufeinandergesteckt und rundherum zusammengenäht. Dann habe ich an den Kurven den Stoff bis zur Naht etwas eingeschnitten, damit sich der Stoff nach dem Wenden besser legt (bei mir war das leider ein Notwendiges Übel). Nun trennt man die Mittelnaht mit dem Nahttrenner auf der gewünschten Länge auf und wendet den Beutel. Wenn der Schlitz eine gute Länge hat, so dass man mit den Fingern gut reinkommt, aber auch nichts so leicht rausfallen kann, den Anfang und das Ende der Öffnung nochmal mit ein paar Stichen sichern.

Wer mag, kann noch ein kleines Band nähen und den Beutel verzieren. Ich habe meine Beutel danach noch in Form gebügelt.

Gestaltungsmöglichkeiten...

Bei der Variation kann man sich austoben! Den Rand so wie ich mit verschiedenen Zierstichen schmücken oder ganz schlicht halten, was die schönen Wollstoffe zur Geltung bringt, den Oberstoff vor dem Zusammennähen, z.B. mit Initialen besticken, auch Prunkbeutel, mit Borten, Münzen und Perlen kann ich mir vorstellen oder ein Modell im Mi-Partie. Die Stoffringe könnte man durch  Lederband, Borte, geflochtenes oder geknüpftes Band ersetzen. Gibts noch mehr Ideen?!

 

Der praktische Nutzen...

Ja. Formschön sind sie, die Geldkatzen. Einigermaßen autentisch sind sie auch. Günstig, einfach und schnell in der Herstellung. Check. Aber es ist friemelig sie zu befüllen, sowie etwas daraus zu entnehmen. Und sie bieten verhältnismäßig wenig Stauraum (Zumindest nach meinem Schnitt, hier könnten Abnäher etwas Raum schaffen, was jedoch wiederum den Zeitaufwand bei der Herstellung erhöhen würde...). Und sie hängen lose über dem Gürtel, looose... *zitter*

Dennoch sind sie ein schönes und ambientiges Accessoire für den Gürtel, in dem man die ein oder andere Kleinigkeit aufbewahren kann.