Freitag, 20. Februar 2015

Beinstulpen gegen den Winterblues

...Wolle für warme Füße!


Um meinen Wollüberschuss mal in nutzbare Formen zu bringen hab ich in den letzen Tagen mal wieder zur Häkelnadel gegriffen. Da mir das fröhliche warme Gelb absolut nicht zu Gesicht steht mussten meine Füße dran glauben. ;)


Die Wolle ist für Häkelnadeln der Stärke 7 - 8. Ich habe eine 8er Nadel verwendet. Knapp 100g sind draufgegangen. Die Stulpen sind in Reihen gehäkelt. Ich habe Luftmaschen, halbe Stäbchen und Kettmaschen verwendet.


Gestartet wird mit einer Luftmaschenkette. Bei mir 26 + 2 Luftmaschen (die letzten zwei bilden das erste halbe Stäbchen). Dann ab der dritten Masche ab der Nadel halbe Stäbchen in die hinteren Maschenglieder häkeln. Am Ende der Reihe wieder zwei Luftmaschen als erstes halbes Stäbchen häkeln. Wenden und halbe Stäbchen in die vorderen Maschenglieder häkeln. So viele Reihen häkeln bis die gewünschte Breite erreicht (also ca. 14 - 17 Reihen) ist und am Ende beide Seiten mit Kettmaschen verbinden. Dann die Fäden vernähen und schnell über die Füße ziehen.

Montag, 16. Februar 2015

Genähtes: Ein Pompadour

...oder Kreisbeutel.


Ein kleiner Hinweis, es wäre doch ein perfektes Partyutensil, hat mich dazu animiert mich an dem Kleinod zu versuchen. Nach kurzer Recherche im Internet, was sich denn nu genau hinter dem Begriff "Pompadour" verbirgt, war das Prinzip klar... (Es handelt sich um einen Kreisbeutel mit Tunnelzug)

Nachdem ich zwei Stoffe aus meiner Restekiste ausgewählt hatte gings los. Da ich beide Stoffe wirklich schön finde, habe ich mich entschieden ein Wendepompadour zu nähen. Als Öffnung für die Kordel habe ich Knopflöcher genäht. Wenn man den Beutel später wenden können möchte müssen je zwei Knopflöcher in beiden Stoffen genäht werden.

Zutatenliste:
+ Zwei schöne Stoffe, ca. 50cm breit
+ ggf. Vlieseline G785 oder eine andere leichte Vlieseline
+ Zirkel oder Fadenzirkel
+ Schere
+ Passendes Zugband/ Kordel
+ Bügeleisen
+ Sicherheitsnadel


Meine Kreise haben einen Radius von 19 cm. Einmal aus Futterstoff und Außenstoff, zweimal aus Vlieseline ausgeschnitten, falls gewünscht. Meine Vlieseline (G785) ist sehr fein und dehnbar, das heißt sie beeinflusst den späteren Faltenwurf beim zuziehen kaum, sondern unterstützt das Gewebe einfach, so dass es haltbarer wird. Man sollte sich zumindest die Mühe machen und die Knopflöcher mit Vlies verstärken, damit sie später nicht so leicht ausreißen. Stoffe bügeln und Vlieseline aufbügeln.

Jetzt werden die Positionen der Knopflöcher (insgesamt vier Knopflöcher; bei mir ist ein Knopfloch ca. 1 cm lang) mit einem Abstand von ca. 3 cm zur Kante auf beiden Stoffen und jeweils gegenüberliegend markiert (wo ich leider nicht sehr genau war). Und dann genäht. Wer seinen Beutel später nicht wenden will, muss nur die zwei Knoplöcher im Außenstoff nähen.


Dann werden beide Stoffe rechts auf rechts gesteckt und bis auf eine Wendeöffnung knappkantig zusammengenäht. Wer will kann vorher die Kanten versäubern. Dann habe ich den Stoff gewendet und gebügelt, sodass die Rundung möglichst schön gleichmäßig ist. Es lohnt sich vielleicht die Nahtzugaben vor dem Wenden auseinanderzubügeln, um ein noch genaueres Ergebnis zu erziehlen. Aber ich war ungeduldig... Ich habe mit einem Zierstich die Bruchkante fixiert und oberhalb und unterhalb der Knopflöcher den Tunnelzug genäht.



Als letzes wird mit der Sicherheitsnadel die Kordel durchgezogen und die Länge bestimmt, Knoten rein, abgeschnitten und die Enden mit einem Feuerzeug gesichert (falls es sich um ein Syntetikband handelt).

Montag, 2. Februar 2015

Alpakahäkelloop

...sooo flauschig.

Als ich die Babyalpakawolle bei meinem örtlichen Wolldealer angetatscht habe, wars um mich geschehen... und dann auch noch das Flaschengrün... Danach ist mir beim Blick auf das Preisschild kurz schwindelig geworden. So ist nicht mehr als ein Loop drin gewesen, aber immerhin! :)

 
Der Loop ist ganz simpel gehäkelt. Eine Luftmaschenkette so lang, dass sie locker um den Hals passt (lieber etwas enger) und mit einer Kettmasche zum Ring schließen. Wer den doppelten Anschlag beherrscht kann auch den nehmen. Dann ab der vierten Masche von der Nadel aus gezählt mit Stäbchen weiterhäkeln solange der Vorrat reicht (ich hatte zwei Knäuel gekauft). Jede Runde mit einer Kettmasche in die oberste der drei Luftmaschen schließen und mit drei Luftmaschen als erstes Stäbchen beginnen. Die letzte Runde wird mit festen Maschen gehäkelt. Den Holzknopf hab ich aus meiner Knopfkiste und dient zur Deko und zum enger machen.

 

Freitag, 2. Januar 2015

Schukartonupcycling


...oder das zweite Leben eines Tapetenkalenders. 

 

Scheußlich oder schön, hab ich mich zunächst gefragt, als mir der Tapentenkalender für lau in die Hände fiel. Naja, mitnehmen und erstmal verstauen. Wegschmeißen kann man schließlich später immer noch, oder?! :) Ein Glück für den Kalender, habe ich beschlossen mein Sammelsurium an Schuhkartons, in denen ich Kram wie Kerzen, Stoffe, Weihnachtsdeko, etc. aufbewahre mit wenig Mitteln ein wenig aufzuwerten.

 

Das habe ich gebraucht:

- ein paar alte Schuhkartons (bekommt man auch gegen ein nettes Lächeln in den meisten Schuhgeschäften in die Hand gedrückt)
- festes Motivpapier oder Folie (in meinem Fall ein alter Kalender, aber es geht natürlich alles mögliche)
- Gewebeklebeband (Panzer-/Gaffa-/Ducktape), das gibts mittlerweile übrigens auch in bunt! :D
- Bleistift, Schere und Klebe(-stift) oder doppelseitiges Klebeband
- eventuell schmales Malerkrepp
- eventuell transparente Klebefolie


Unterteil:

Um den Kartons mehr Stabilität zu verleihen und sie einheitlich zu gestalten habe ich alle "Unterteile" zuerst mit Ducktape umwickelt (oben/unten/mitte). Wer mag kann auf der Innenseite die Ecken auch noch mit Ducktape verstärken. Die Kanten der Deckel habe ich mit mit schmalem Malerkrepp (passte von der Breite grade perfekt, aber es geht natürlich auch Ducktape)) stabilisiert.

Deckel:

Den Deckel auf das Papier legen (das Papier mit dem Motiv nach unten, hier ggf. auf die Ausrichtung des Motivs achten) und den Umriss nachzeichnen. Danach alle Seiten je nach Breite der Kanten verbreitern (in meinem Fall also an jeder Seite 4cm mehr), ausschneiden und an allen vier Ecken einschneiden.

Dann alles mit jeder Menge Kleber einstreichen und den Deckel mit dem Papier einschlagen. Kann man auch mit doppelseitigem Klebeband machen.

Wer nicht faul ist wie ich und zusätzlich Geld noch ein paar Euro investieren möchte, kann noch Transparentklebefolie darüber kleben (oder diese am besten vor dem Ausschneiden auf das Papier kleben, um sich Fummelei zu ersparen). So wird die Oberfläche schmutzunempfindlicher und man kann man die Kartons später auch feucht abwischen. Unter meinem Bett sammelt sich aber nur Staub und den bekomme ich auch so weggewischt...