Sonntag, 8. Juni 2014

Samstag, 7. Juni 2014

Das einstellen der Fadenspannung...

...ist manchmal trickreich und bei jeder Maschine irgendwie anders. Vor Kurzem habe ich dazu einen Artikel entdeckt, der für dieses Thema einen außergewöhnlichen Unterhaltungswert besitzt:
"Für viele ist Fadenspannung ein Buch mit sieben Siegeln. Schon der Gedanke an eine Änderung der Fadenspannung lässt manche schaudern und zum Melissengeist greifen. Andere gehen ängstlich zu ihrer Maschine, laufen ein paar Mal herum und murmeln Beschwörungen, bevor sie irgendetwas anfassen. Ich weiß von Leuten, die ihre Nähmaschine aus dem Fenster geworfen haben." 
Den ganzen wirklich informativen Artikel findet ihr hier: Einstellen der Fadenspannung bei Nähmaschinen von Alex Askaroff

Viel Spaß!

Dienstag, 3. Juni 2014

Larp: einsame Armschiene wird Schwertscheide


Bei meinem letzten Flohmarktbesuch habe ich eine einzelne Armschiene (fürs LARP) entdeckt und sofort mein Geld investiert. Da mit einer einzelnen Armschiene für gewöhnlich nicht allzuviel anzufangen ist, habe ich sie kurzerhand mit freundlicher männlicher Unterstützung zu einer Larpwaffenschwertscheide umfunktioniert.

Material:

- Eine Armschiene

- Filz (mindestens DIN A5)

- Klebstoff

- Ein alter Gürtel

- Ein Messer

- Nieten

- Tüddelband


Wir hatten alles da, das heißt mit einem Euro für die Armschiene war die Aktion eine ziemlich billige Angelegenheit.

Die Innenseite habe ich zunächst mit Filz ausgekleidet (mit Pattex aufgeklebt, der Bereich rund um die vorhandenen Löcher wird erstmal ausgespart), da die Larpwaffen es gerne weich und kuschelig haben und es mit deutlich längerer Lebenszeit danken. Mit ein paar dicken Schinken (also ein Wörterbuch oder sowas) beschwert und kurz trocknen lassen (ca. 20 Minuten müssten reichen).


Danach wird der Gürtel zugeschnitten, meine Stücke sind 24 cm und 42 cm lang und an der gewünschten Stelle angenietet, auf der Innenseite wird der Riemen unter den Filz geschoben.

Das Lederband einfädeln, damit die Schwertscheide schön zusammenhält. Fertig ist der Waffenträger!

Zum Thema Nieten einschlagen: Ich bin zwar mittlerweile virtuos im Umgang mit meiner Nietenzange, aber meine Fehlerquote beim Nieten einschlagen mit dem Hammer liegt bei sagenhaften 100 %. Viele Versuche habe ich zugegeben nicht gemacht bis ich es aufgegeben habe und es gibt bestimmt mehr als eine Frau auf der Welt, die den Bogen damit raus hat, aber Nieten sind ziemlich teuer und deshalb habe ich davon abgesehen meine Fähigkeiten im Nieteneinschlagen weiterzuentwickeln. Die weniger Blutdruck steigernde und vor allem kostengünstigere Alternative: Holt euch freundliche männliche (oder auch kompetentere weibliche) Unterstützung. Schöner Nebeneffekt: die meisten freuen sich, wenn sie mit dem Hammer auf irgendwas draufschlagen dürfen (ich auch, wenn das Ergebnis stimmt) und ihr habt weniger Arbeit. ;)

Montag, 2. Juni 2014

Hollerbuschtee


Ich liebe Frühsommer! Jedenfalls diesen hier in Schleswig-Holstein... Ich fahre an Feldern voll wogender Gerste (ich muss jedesmal an Gladiator denken) vorbei, und am Wegesrand erleuchten einem die Mohn- und Kornblömschers den Weg. Ich liebe Mohnblumen. Und Kornblumen. Und ich liebe es wenn im Frühling der ganze Waldboden mit einem Teppich aus Buschwindröschen überzogen ist. Aber das nur nebenbei bemerkt. So viel Entzücken schafft keine Rose (naja fast keine ;) ). Und an meinem Spazierweg blühen derzeit, nach der Butterblumenexplosion vor ein paar Wochen, Schafgarbensträucher und Hollerbüsche und ne Menge anderer Sachen, deren Name ich nicht kenne. ;)


Jedenfalls wenn schon mal so viel Genießbares am Wegesrand bereit steht, muss man sich auch bedienen. Wann kricht man schon mal frische Kamille, Schafgarbe oder Holunderblüten? Außerdem duftet mein kleines Sträußchen grade sehr angenehm mein Wohnzimmer mit süßem Sommer voll... ;)

Aus allen dreien kann man super Tee kochen. Kamille bei Erkältung/Halsschmerzen, Schafgarbe bei alles rund um Verdauung und Holler wieder bei Erkältung. Wenn man mit den ersten beiden Baden geht (ein Dampfbad mit Handtuch und Kopf über der Schüssel tuts auch) machen sie zudem schöne Haut. Wird zumindest behauptet! ;)

Da ich was Erfrischendes wollte, hab ich mich gleich mal über einen Hollerbuschzweig (also eine Dolde) hergemacht. Seit ich bei einer Freundin das erste Mal Holunderblütensirup probiert hab, bin ich scharf auf das Zeug. Für eine Tasse streift man die Blüten einfach mit der Hand oder einer Gabel ab, die kleinen grünen Stielchen dürfen ruhig dran bleiben. Rein ins Teesieb und aufgießen mit heißem Wasser (aber nicht mehr kochendem!, sonst gehen die guten Inhaltsstoffe schon den Weg eines Irdischen, bevor sie sich in uns entfalten). Warten. 10 Minuten etwa, bis das Ganze eine schöne quietschgelbe Farbe annimmt. Ich hab den Tee mit etwas Honig gesüßt, das bringt diesen typischen Holundergeschmack noch besser raus. Schmeckt auch kalt, habe ich festgestellt, meine Tasse war ja so groß ;), vielleicht kann man da noch irgendwie Eistee draus zaubern?


 Blüten mit der Gabel abstreifen.

Aufgießen. 10 Minuten ziehen lassen.

Wer mag darf süßen. Honig schmeckt toll dazu. Schmecken lassen! ;)